Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

In der deutschen und amerikanischen Wirtschaft ging es in der letzten Woche erwartungsgemäß nur langsam zu. Große Schwankungen bei den Währungen blieben trotz der Fluktuation einzelner Werte aus. Die Märkte zeigen sich unbeeindruckt, wobei weiterhin das Damokles-Schwert der Pandemie über der Welt zu schweben scheint. Der Euro verzeichnet leichte Gewinne, was aber auch an schwächelnden Kursen in Übersee liegen könnte.

Stimmung im Dax

Die Woche über sah der Kurs eigentlich sehr vielversprechend aus, am Ende der Woche reichte e aber doch nicht für den Endspurt. Immerhin 2,8 Prozent konnte der Dax bis zur Stabilisierung am Freitag gut machen. Am Schluss lag er bei etwas über 13.202 Zählern und damit auch über der psychologisch wichtigen 13.000 Punkte Marke. Viele Anleger hoffen jetzt auf weitere Steigerungen, Experten haben aber wenig Hoffnung. Mit seiner Tendenz, den amerikanischen Märkten 10-14 Tage hinterherzuhinken würde das zumindest harmonieren.

USA am Gegensteuern

Nasdaq und Dow Jones konnten in der kurzen Labor-Day-Woche keine weiteren Gewinne einfahren. Mit 27.500 Punkten schloss der Dow 0,2 Prozent niedriger. Der S&P 500 sank um satte 0,6 Prozent auf einen Endstand von 3.318 Zählern.

Gründe dafür liegen unter anderem bei Tesla. Der Börsenwert des Autoherstellers sank wie erwartet stark, in nur 3 Tagen verlor das Unternehmen 136 Milliarden Euro an Wert. Und auch sonst schwächelten die noch kurz zuvor bejubelten Technologiewerte wieder deutlich. Kein Wunder also, dass aus den USA aktuell keine positiven Signale zu vermelden sind. Mit den bevorstehenden Wahlen ist es auch unwahrscheinlich, dass sich zuvor noch ein besseres wirtschaftliches Klima einstellt.

Ausblick auf die kommende Woche

Diese lockere Geldpolitik ist auch in Europa gerade auf dem Vormarsch, wobei die EZB in dieser Woche erst einmal rollen lässt, bevor weiter Gas gegeben wird. Am Mittwoch tagt in den USA die Federal Reserve Bank (Fed), allerdings wird aktuell wohl auch dort keine Kursänderung erfolgen. Zum Teil werden noch mehr Mittel erwartet, als ohnehin schon im Umlauf sind. Die amerikanischen Anleger dürfen also wahrscheinlich noch einige Wochen in guter Stimmung sein. In dieser Zeit wird sich auch ein weiteres Thema anbahnen. Denn aktuell sieht es so aus, als würde Großbritannien die EU mit einem „No Deal“-Deal verlassen. Sollten die EU und Boris Johnson bis zum Jahresende keine gemeinsame Linie finden, könnte das verheerende Auswirkungen auf die beiden Wirtschaftzonen haben.

Dax bald am Schwächeln?

Eher weniger optimistisch sieht es für den Dax aus. Die Zunahme aus der Vorwoche zu wiederholen, dürfte angesichts der Signale aus Brüssel schwer fallen. Zwar gibt es einige individuelle Tendenzen, viele Analysten gehen aber eher nur von unwesentlichen Schwankungen oder kleinen Verlusten aus. Aktuelle ist der Dax jedenfalls nur knapp unter seinem Höchststand in Corona Zeiten. Wahrscheinlich wird er zunächst noch ein bisschen klettern, bevor es wieder bergab gehen könnte.

Kursausblick EUR/USD

Der Euro zieht wieder ein bisschen an und bestätigt damit ein weiteres Mal seinen Ruf als Krisenwährung. Leichte Verluste in allen großen amerikanischen Indizes bedeuten Gewinne auf dem alten Kontinent. Mit einem Schlussstand von 1,18453 Dollar zeigt sich der Euro als Gewinner der Vorwoche. Am heutigen Montag könnte die positive Tendenz durchaus anhalten, wobei die Verweigerung weiterer Finanzmittel durch EZB-Präsidentin Christine Lagarde sich negativ auf die Stimmung auswirken könnte. Die Zinssenkung und weitere Investitionen in das PEPP Programm könnten durchaus weitere Gewinne bringen. Die sind zwar nun erst einmal vom Tisch, den Euro scheint es aber nicht zu kümmern.

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