Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Die abgelaufene Börsenwoche hatte einige Schlagzeilen zu bieten. Im Mittelpunkt: Die Aktie des in vielerlei Hinsicht eher schwächelnden Unternehmens GameStop aus den USA. Das Unternehmen verkauft Spiele über stationäre Shops – eigentlich ein Geschäftsmodell mit wenig Zukunft. Die Situation des Unternehmens hatte auch Hedgefonds auf den Plan gerufen. Diese hatten Leerverkäufe getätigt. Dies gefiel vielen Beobachtern auf der Reddit Subplattform Wall Streetbets nicht. Dort verabredeten sich zahllose Anleger zum Kauf der Aktie, um den Hedgefonds das Geschäft zu vermiesen.

Wallstreetbets vs. Hedge Funds

Der Plan ging auf: Um bis zu 8000 % stieg die Notierung der GameStop Aktie an. Den beteiligten Hedgefonds drohen zum Teil milliardenschwere Verluste. Es gab große Aufregung: Retail Broker wie der US Anbieter Robin Hood setzen kurzzeitig Käufe in der GameStop Aktie (und auf ähnliche Weise gepushten Titeln) aus. Kritiker sahen darin ein zugunsten der Wall Street abgekartetes Spiel, andere lediglich reguläre Maßnahmen im Zuge der notwendigen Sicherheitenstellung.

Handelt es sich bei der Entwicklung um einen Kampf David gegen Goliath mit dem Anspruch einer grundlegenden Umgestaltung des Weltfinanzsystems? Oder ist es lediglich der Auswuchs einer Spekulationsblase in Kombination mit lockdownbedingt viel Zeit vor dem heimischen Rechner? Ganz einig sind sich Beobachter je nach Position hier nicht.

Schwacher Index, schwache Börsen

Die Börsen jedenfalls durchlebten eine volatile und schlussendlich verlustreiche Woche. Dies lag auch an den Entwicklungen rund um Wallstreetbets, die Unruhe sorgten. Doch auch Sorgen vor einem noch längeren Lockdown belasten die Märkte. Deutlich wurde dies nicht zuletzt am schwachen ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland.

Verluste in US

Der Dow Jones jedenfalls gab im Wochenverlauf fast 1000 Punkte ab und schloss bei 30.088 Punkten (30.990 Punkten zum Wochenauftakt). Der Technologieindex Nasdaq 100 gab von 13.516 auf 12.918 Punkte nach. Ähnlich beeindruckt von den Entwicklungen zeigte sich der S&P 500, der bei 3712,5 Punkten ins Wochenende ging (3852 Punkte zum Wochenstart).

Mögliche Stagnation im DAX

Auch der DAX verzeichnete einen spürbaren Rückgang. Nachdem der Leitindex mit 13.944 Punkten in die Woche gestartet war, standen am Freitagabend noch 13.432,87 Punkte zu Buche. Der Kursrückgang könnte technische Folgen haben. Kurz vor der Corona Pandemie war der Markt knapp unter der wichtigen Marke von 14.000 Punkten nach unten gedreht. Im Januar hatte der Markt diese wichtige Marke kurzzeitig erobert – aber nicht dauerhaft halten können. Folgt dem Kursrückgang der vergangenen Woche keine spürbare Gegenbewegung, könnte sich ein längerfristiger und sehr hartnäckiger technischer Widerstand etablieren.

Ausblick auf die kommende Börsenwoche

In der kommenden Börsenwoche dürfte das Geschehen rund um Wallstreetbets weiter ein und der Politik. Müssen Broker mit Strafen rechnen, wenn der Handel zeitweise eingeschränkt wird? Ist im Gegenteil möglicherweise gar die Verabredung zu Käufen zum Zwecke der Kursbeeinflussung ein Straftatbestand? Derzeit sind in dieser Hinsicht vor allem viele Fragen offen. Die neue Woche könnte eine Tendenz aufzeigen, in die sich die Dinge entwickeln.

Aktuelle Euro Trends

Einen Blick aus dem Augenwinkel wert ist der EUR/USD. Aktuell notiert der Markt bei 1,21246. Im Bereich von 1,16-1,21 verläuft eine längerfristige Trading Range. Sollte der Markt wieder in diese zurückfallen, könnten sich technische Handelsmöglichkeiten anbieten.

In der anstehenden Woche sind einige durchaus relevante Konjunkturdaten zu erwarten. Den Auftakt macht Deutschland am Montagmorgen mit den Einzelhandelsumsätzen. Die USA berichten in dieser Woche über den Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe (Montag) und den Arbeitsmarkt (Mittwoch und Freitag). Aus der Eurozone kommen Inflationsdaten (Mittwoch) und Einzelhandelsumsätze (Donnerstag). Am Donnerstag berichtet die Bank of England über ihre weitere Geldpolitik. Hier werden keine größeren Impulse erwartet.

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