Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte 2021-01-25

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Rückblick auf die vergangene Woche

Die letzte Börsenwoche zeigte einmal mehr, dass es nicht die Größe der Ereignisse, sondern die eingepreisten bzw. nicht eingepreisten Erwartungen sind, die Märkte bewegen (oder eben nicht). In der abgelaufenen Woche kam es auf internationaler Ebene zu einem der größten politischen Protokolle überhaupt: Der neue US Präsident wurde vereidigt.

Frischer Wind in den USA

Allzu viel Schubkraft gab dies den Märkten in den USA jedoch nicht. Vielmehr verbuchten die wesentlichen Indices im Wochenverlauf lediglich leichte Zugewinne. Der Grund: Die wesentlichen Pläne von Joe Biden sind längst bekannt. Weitere Kursgewinne als Bonus für den neuen Amtsinhaber dürfte es erst geben, wenn aus Hoffnungen Realitäten werden.

Der Dow Jones war am Montag bei 30.927 Punkten in die Woche gestartet. Ins Wochenende ging der Index bei 31.045 Punkten – ein denkbar geringer Wochenzuwachs. Etwas besser verlief es beim S&P 500. Dieser stieg bei 3.789 Punkten in die Woche ein und schaffte es bis zum Wochenende auf 3.841,2 Punkte.

Auch der Technologieindex Nasdaq 100 tendierte positiv, aber ohne Dynamik: Nach 12.898 Punkten am Montag schloss der viel beachtete Index am Freitag bei 13.364 Punkten.

Deutschland im relativen Stillstand

Das wesentliche „Event“ in Deutschland war in der vergangenen Woche die Verlängerung des Lockdowns. Mindestens bis zum 14. Februar gelten nun Schließungen, Ausgangssperren etc. Auch dies hatten die Märkte im Wesentlichen jedoch erwartet. Insgesamt gehen Börsenexperten davon aus, dass die Märkte mit einschneidenden Maßnahmen bis ins Frühjahr rechnen.

Offensichtlich hat der Lockdown seinen Schrecken zumindest für die Börsianer jedoch teilweise verloren. So verweisen Ökonomen darauf, dass lediglich 5 % der Wirtschaftsleistung von den Maßnahmen betroffen seien. Zudem gebe es auch Gewinner – etwa Unternehmen im Onlinehandel. Zu diesen gehört auch der MDAX Titel Shop Apotheke, der in der abgelaufenen Woche ein Allzeithoch markierte.

Der MDAX im Übrigen feierte ein Jubiläum: Vor 25 Jahren wurde der Index aufgelegt. Die Jubiläumswoche verlief für das auch als Mittelstandsindex bezeichnete Barometer recht gut. Nach 30.897 Punkten zum Wochenauftakt notierte der MDAX am Freitagabend bei 31.636 Punkten.

Der DAX selbst verlebte unter moderaten Schwankungen eine eher ruhige Woche und ging bei 13.857 Punkten ins Wochenende. Dies entspricht einem Zugewinn um 172 Punkte oder 0,6 %.

Ausblick auf die kommende Woche

In der neuen Börsenwoche stehen einige Konjunkturdaten an. Los geht es am Montag mit Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien. Am Mittwoch berichten die USA über Auftragseingänge bei langlebigen Gütern und nichtmilitärischen Investitionsgütern. In beiden Bereichen wird ein moderater Zuwachs erwartet. Keine Überraschungen erwarten die meisten Anleger dagegen von der US-Notenbanksitzung am gleichen Tag. Am Donnerstag berichten die Amerikaner über das Bruttoinlandsprodukt. Aus Deutschland kommen am Donnerstag und Freitag Daten zur Inflation und zum BIP.

Gold und Euro-Kurse

Interessant könnte in den kommenden Wochen die Entwicklung des Goldpreises werden. Entscheidende Frage: Nimmt der Kurs einen neuen Anlauf auf die 2000 USD Marke oder kommt es zu einer längerfristigen Seitwärtsbewegung oder sogar einer Korrektur?

Beim Euro/US-Dollar stehen dagegen derzeit wohl keine Entscheidungen an. Eine wichtige technische Marke liegt bei 1,20 – aktuell notiert der Kurs mit 1,21806 sichtbar darüber. Erst bei einem Rückgang des Kurses unter 1,20 könnte es zu einer ausgeprägten Korrektur in Richtung von 1,16 kommen.

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