Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Der DAX war am vergangenen Montag bei 3.255 Punkten in die Woche gestartet und bewegte sich zunächst seitwärts. Zur Wochenmitte folgte ein Kursanstieg bis über 10.400 Punkte und damit über eintechnisch relevantes Niveau. In der Folge gab der Leitindex jedoch wieder deutlich nach und testete am Freitag sogar die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. Zum Wochenausklang notierte der Index bei 13.114,3 Punkten.

Leichte Verluste an der Wall Street

Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Dow Jones. Dieser lag am Montag noch bei 30.233 Punkten und gab zum Wochenauftakt leicht nach. Der Test der Marke von 30.000 Punkten verlief zunächst positiv: Es kam zu einem Kursanstieg auf bis zu 3243 Punkten am Mittwoch. In der Folge gab der Index jedoch wieder deutlich nach und unterschritt zeitweilig auch die 30.000 Punkte Marke. Ins Wochenende ging der Dow Jones allerdings bei 30.033 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 zeigt mit 3695 Punkten noch einen soliden Start, notierte zum Wochenende aber etwas niedriger bei 3663,3 Punkten. Auch hier zeigte sich ein ähnlicher Verlauf wie bei den anderen Märkten. Die höchsten Kurse wurden zu Mitte der Woche erreicht, zum Wochenende hin kam es zu moderaten Kursverlusten.

Keine Einigung über US-Stimulus

Die Markteilnehmer dies- und jenseits Atlantiks beobachten den Fortgang der Impfstoffverteilung ebenso wie die Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken. In den USA wächst die Verunsicherung, weil wichtige Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über Konjunkturhilfen nur schleppend vorankommen.

Ausblick auf die kommende Woche

Wie gut kann es für den DAX in der neuen Woche laufen? Die Politik hat einen kurzfristig startenden, harten Lockdown beschlossen. Dass eine Eintrübung der Konjunktur um den Jahreswechsel herum die Kurse nachhaltig belastet, ist unwahrscheinlich. Die Märkte blicken bereits jetzt auf den fortgeschrittenen Jahresverlauf 2021 und sogar bis ins Jahr 2022. Es bleibt jedoch dabei: jegliche negative Schlagzeile im Hinblick auf Probleme mit den Impfstoffen könnte umgehend zu einem deutlichen Kursrutsch führen.

Interessanterweise nehmen die Marktteilnehmer aktuell das Risiko eines zu starken Euros wieder vermehrt wahr. Sollte diese Wahrnehmung sich verfestigen, könnten Aktien von exportlastigen Unternehmen unter Druck geraten.

Euro noch auf Erfolgskurs

Der EUR/USD notiert weiterhin über der charttechnisch wichtigen Unterstützungsmarke von 1,20. Vom aktuellen Niveau aus ist rein technisch durchaus eine weitere Aufwärtsbewegung denkbar. Offen und zugleich höchst spannend bleibt die Lage beim EUR/TRY. Sollte die Türkische Lira ein neues Tief markieren, werden weitergehende Marktbewegungen deutlich über den bisherigen Tiefstand von 10 TRY pro 1,0 EUR denkbar.

 

Neue Konjunkturdaten

In der kommenden Woche stehen einige interessante Konjunkturdaten an. Japan macht den Auftakt: Hier wird über den Tankan Herstellungsindex für Großunternehmen berichtet. Erwartet wird eine Verbesserung.

Am Dienstag berichtet das Vereinigte Königreich über den Arbeitsmarkt. Aus Deutschland kommen am Mittwoch Daten zum verarbeitenden Gewerbe: Der Einkaufsmanagerindex dürfte den Prognosen zufolge leicht rückläufig sein.

Dasselbe gilt für den Markit PMI Gesamtindex. Die EU veröffentlicht ebenfalls Markit PMI Daten – in der Eurozone soll es allerdings etwas besser aussehen als in Deutschland.

Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichen die USA verschiedene wichtige Daten. Dazu gehören die Einzelhandelsumsätze und Kommentare der Federal Reserve Bank. Von letzterer werden zusätzliche Impulse bereits weitgehend erwartet. Sollten geldpolitische Lockerungen über die Erwartungen hinaus beschlossen werden, könnte dies die Kurse befeuern.

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