Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Der deutsche Aktienindex DAX war mit einem starken Kursgewinn in die Woche gestartet. Nach 13.270 Punkten zum Handelsstart wurde am Montag das Wochenhoch bei 13.437 Punkten erreicht. Im weiteren Wochenverlauf erwies sich das deutsche Börsenbarometer dann bei geringen Schwankungen als leicht schwächer. Der Leitindex ging am Freitag mit 13.298,96 Punkten aus dem Handel.

Kurse normalisieren sich

Marktteilnehmer verwiesen auf den starken November – nun kehre Ruhe ein. Positiv stimmten die guten Konjunkturdaten aus China und die offensichtlich nun doch reibungslos verlaufende Amtsübergabe in den USA. Die Marktteilnehmer registrierten Nachrichten über die Zulassung und Distribution von Impfstoffen positiv.

USA nach wie vor auf Höhenflug

In den USA verlief die Börsenwoche ein Stück weit freundlicher. Der Dow Jones konnte nach einem zunächst schwachen Wochenauftakt ein neues Allzeithoch markieren. Der US Index schloss am Freitag bei 30.191 Punkten und damit so hoch wie nie zuvor. Auch der marktbreite S&P 500 konnte im Wochenverlauf ein Stück zulegen. Nach 3634 Punkten zum Wochenauftakt schloss der Index am Freitag bei 3698,7 Punkten.

In den USA hatte sich der Anstieg der Beschäftigung im November deutlich stärker verlangsamt als erwartet. Dies hat die Märkte offensichtlich nicht beunruhigt – die meisten Marktteilnehmer hoffen auf zusätzliche Konjunkturpakete und blicken deswegen nach vorn.

Deutlich ansteigen konnten Öl Aktien. Das OPEC+ Kartell hat sich auf eine geringere Ausweitung der Fördermenge geeinigt als bislang vorgesehen. Deutlich zulegen konnten zum Beispiel Chevron und ExxonMobil.

Ausblick auf die kommende Woche

Generell rechnen die Marktteilnehmer für die letzten Börsenwochen mit steigenden Kursen. Dies könnte zu einer Überraschung führen, da die Jahresendrallye möglicherweise bereits eingepreist ist. Auch beim EUR/USD ist ein technischer Rücksetzer in Richtung von 1,20 USD denkbar.

Könnte Corona die Börsen abermals erschüttern? Speziell in Deutschland zeichnen sich Verschärfungen der bislang geltenden Maßnahmen ab. Der Grund sind die auf hohem Niveau stagnierenden bzw. wieder leicht ansteigenden Zahlen. Auch für die USA rechnen viele Beobachter mit einem Anstieg der Zahlen – aufgrund des zurückliegenden Thanksgiving Wochenendes.

Allerdings ist unklar, ob eine erneute, temporäre Verschärfung der Maßnahmen die Börsen wirklich hart treffen könnte. Möglicherweise bilden die Kurse längst die Erwartungen hinsichtlich eines Endes der Pandemie durch einen Impfstoff ab. Solange sich an diesen Erwartungen nichts ändert, könnten auch zwischenzeitliche und lokale Verschärfungen nur begrenzt auf die Kurse wirken.

Die neue Börsenwoche hält eine Reihe interessanter Konjunkturdaten bereit. Am Dienstag startet Japan mit Daten zum Bruttoinlandsprodukt. Erwartet wird hier infolge der wirtschaftlichen Erholung nach Corona ein deutlicher Zuwachs in dem asiatischen Land.

EUR/USD Vorhersage für die Woche

Der Euro konnte in der vergangenen Woche seine seit September bestehende Handelsspanne zwischen 1,16 und 1,21 USD verlassen. Zwischenzeitlich notierte die Gemeinschaftswährung bei knapp 1,22 USD. Zum Wochenschluss rutschte der Kurs wieder Richtung 1,21 USD. Es ist fraglich, ob der gute Trend sich diese Woche halten wird. Der Zenit scheint bereits überschritten, hier ist also Vorsicht geboten.

Neue Konjunkturdaten

Wie in Übersee berichtet auch die Eurozone am Dienstag über die Entwicklung des BIP. Hier wird auf Jahresbasis mit einem schmerzhaften Rückgang, auf Quartalsbasis jedoch mit  einem Zuwachs gerechnet. Berichtet wird über das dritte Quartal, das durch die Pandemie weniger stark beeinflusst war als das zweite Vierteljahr.

Am Donnerstag folgt die EZB mit einer Zinsentscheidung. Allerdings werden hier keine Änderungen erwartet – die Zentralbank dürfte auf unbestimmte Zeit an ihrer Geldpolitik festhalten. Allenfalls neue, bislang nicht eingepreiste Signale hinsichtlich weiterer geldpolitischer Lockerungen könnten den Markt bewegen.

Die USA berichten am Freitag über das Verbrauchervertrauen von Reuters und Uni Michigan. Hier wird mit einem minimalen Anstieg gerechnet. Aus Deutschland kommen am letzten Tag der Woche Daten zum Verbraucherpreisindex. Gerechnet wird hier mit einem Rückgang der Preise.

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