Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Zum Wochenauftakt war den Börsianern endgültig klar: Der Demokrat Joe Biden hat die US Präsidentschaftswahlen gewonnen. Einerseits fürchten Unternehmen nach offizieller Lesart die angekündigten Steuererhöhungen und die verschärfte Regulierung. Offensichtlich gewichten die Börsianer dieses Risiko jedoch geringer als die Chancen eines großzügig finanzierten Wiederaufbauprogramms nach der Coronakrise. Jedenfalls starteten die Märkte mit fulminanten Kursgewinnen in die Woche.

Impfstoffhersteller im Fokus

Dazu trug auch eine Impfstoffstudie von Pfizer und Biontech bei. Der vorläufigen Studie zufolge soll der Impfstoff in 90 % aller Fälle Wirkung zeigen. Träfe dies zu, wäre ein Ende der Coronakrise womöglich bald absehbar. Insbesondere Aktien von Fluglinien, Kinobetreibern und Shopping Malls stiegen massiv.

Der S&P 500 erreichte am Montag mit 3621 Punkten ein neues Rekordhoch. Den wesentlichen Teil der Kursgewinne gab der Index im Laufe der Woche jedoch wieder ab: Am Freitag notierte das marktbreite Börsenbarometer bei 3.585,2 Punkten.

Auch der Dow Jones entwickelte sich überwiegend seitwärts, beim Nasdaq 100 liefen Verluste an. Der Technologieindex startete mit 12.194 Punkten in die Woche um mit 11.936 Punkten ins Wochenende zu gehen.

Pharma auch im DAX stark

Der DAX profitiert erheblich von den Hoffnungen auf „Bidenomics“ und Coronaimpfstoff. Der deutsche Leitindex startete mit 12.713 Punkten in die  Woche und schloss am Freitag bei 13.076,7 Punkten deutlich höher. Nach einem fulminanten Start verlief der Markt während der Woche im Wesentlichen seitwärts.

Ausblick auf die kommende Woche

Die Wahlen in den USA und der Sieg von Joe  Biden sind nun eingepreist. Sicher ist auch die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus. Noch nicht ganz sicher ist die Situation im Senat. Hier verfügen die Republikaner bislang über 50 von 100 sitzen, die Demokraten kommen auf 48 Sitze. Allerdings gibt es Anfang Januar im US-Bundesstaat Georgia noch zwei Senatswahlen. Sollten die Demokraten beide Sitze gewinnen, könnte die Vizepräsidentin bei einem Gleichstand in der Kammer den Ausschlag geben. Dann wäre der US-Senat de facto in demokratischer Hand. Ein „Durchregieren“ einer Partei wird von den Börsen grundsätzlich als vorteilhaft gegenüber einer Gridlock Situation bewertet.

EUR/USD Kurse in dieser Woche

Weiterhin einen Blick wert ist der EUR/USD. Das wichtigste Währungspaar notiert weiterhin in einer Handelsspanne zwischen 1,16 und 1,20. Ein Ausbruch aus dieser zunehmend signifikanten Spanne böte technisch einiges Potenzial.

In dieser Woche zu beachten

In der neuen Börsenwoche stehen wie immer eine Reihe von Konjunkturdaten an. Los geht es am Montag mit Berichten zum Bruttoinlandsprodukt in Japan. Hier deutet sich an, dass die Prognose von einem Zuwachs von 4,4 % gegenüber dem Vorquartal ein Stück weit übertroffen werden könnte. Ebenfalls am Montag berichtet China über die Einzelhandelsumsätze.

Am Dienstag folgen Einzelhandelsumsätze der USA. Hier wird mit einem Nachlassen der zuletzt positiven Dynamik gerechnet. Aus Großbritannien und Kanada gibt es am Mittwoch Daten zu Inflation, am Freitag berichten Australien und Kanada über die Einzelhandelsumsätze.

Steht der Crash in der Türkei kurz bevor?

Weiterhin interessant – da hochdynamisch – ist die Situation der Türkischen Lira. In der vergangenen Woche kam es nach monatelangem Verfall der türkischen Währung zu einer starken Gegenbewegung von 10,03 auf 9,06 CNY pro EUR. War es ein Short Squeeze? Das Ende eine einer überhitzten Rallye? Oder nur eine Korrektur in einem weiterhin dynamischen Trend? Nicht zuletzt die kommende Börsenwoche wird es zeigen.

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