Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Die letzte Börsenwoche startete mit einem kleinen Schock: Die SAP Aktie verlor am Montag nach durchwachsenen Zahlen und einer korrigierten Prognose deutlich mehr als 20 %. Auch im gesamten Wochenverlauf konnte sich die Aktie nicht erholen. Am Freitagabend notierte das Papier bei 91,50 EUR. Eine Woche zuvor hatte die Aktie des Softwareherstellers noch bei mehr als 125 EUR notiert.

SAP und DAX im Abschwung

Ganz ähnlich wie der SAP Aktie ging es in der abgelaufenen Börsenwoche auch dem DAX. Der vorherrschende Trend kannte nur eine Richtung: Abwärts. Startete der deutsche Leitindex noch mit 12.303 Punkten in die abgelaufene Handelswoche, standen zum Wochenschluss nur noch 11.556,48 Punkte auf der Skala.

Ein Hauptgrund für die Abwärtstendenzen waren die wachsenden Sorgen der Marktteilnehmer im Hinblick auf die neuen Coronamaßnahmen. Durch den abermaligen Lockdown dürfte sich die wirtschaftliche Erholung deutlich verzögern.

EZB keine Hilfe

Von der EZB ist zumindest kurzfristig keine Schützenhilfe zu erwarten. Die Währungshüter um Christine Lagarde verlautbarten in der abgelaufenen Woche, an ihrer Geldpolitik zunächst festzuhalten. Allerdings rechnen Ökonomen bereits für Dezember mit einer abermaligen Aufstockung des Anleiheprogramms um 300 Milliarden EUR. Der Grund: Dann dürften die neuen Pandemiemaßnahmen in die Konjunkturprognosen eingeflossen sein und stärkere Maßnahmen rechtfertigen.

Lage in den USA auch angespannt

Auch jenseits des Atlantiks verlief die Börsenwoche ausgesprochen schwach. Der Dow Jones schloss am Freitag rund 6,5 % niedriger als zum Wochenauftakt. Dies bedeutet den größten Verlust seit März. Neben der Sorge vor Corona und allgemein eher hohen Bewertungen spielte dabei vor allem die Wahl in den USA eine Rolle. Auch der Marktbreite S&P 500 gab deutlich nach und fiel von 3441 auf 3171,9 Punkte.

In den USA hatten mehrere Technologieunternehmen im Laufe der Woche Zahlen vorgelegt. Diese fielen grundsätzlich gut aus – allerdings nicht gut genug, um die teils sehr hohen Erwartungen zu treffen. Die Aktien der „Big Techs“ gaben nach. Dabei profitieren zum Beispiel Amazon durch den Trend zum Onlinehandel oder Alphabet durch den Trend zur Cloud. Geholfen hat es jedenfalls in der letzten Woche nicht.

Ausblick auf die kommende Woche

Die neue Börsenwoche wird absehbar von der US Präsidentschaftswahl bestimmt. Die Märkte haben noch keinen bestimmten Wahlausgang eingepreist. Der Wahlausgang an sich dürfte für die Kursentwicklung der nächsten Woche dabei zweitrangig sein. Wichtig ist aus Sicht von Marktteilnehmern, dass möglichst schnell ein möglichst klarer Sieger feststeht.

Gut aus Sicht der Börse wäre ein Präsident, der noch in der Wahlnacht zum Sieger erklärt wird und auch den künftigen Senat hinter sich weiß. Schlecht wäre ein Wahlausgang, bei dem der neue Präsident gegen den neuen Senat regieren müsste. Besonders riskant wäre ein unklarer Wahlausgang, der möglicherweise wochenlange Nachzählungen und juristische Überprüfungen nach sich zöge.

US Wahlen Thema der Woche

Die US Präsidentschaftswahl könnte sich auf den EUR/USD Kurs auswirken. Dieser schwankt seit Monaten einer Trading Range von 1,16-1,20. Aktuell notiert der Kurs mit 1,1637 Punkte eher am unteren Rand dieser Spanne. Möglicherweise steht in der Wahlwoche ein Ausbruch aus dieser Trading Range in die eine oder andere Richtung bevor.

Interessant könnte in der neuen Woche auch die Weiterentwicklung der Türkischen Lira werden. Der Kurs notiert aktuell bei mehr als 9,75 EUR. Möglicherweise stehen hier ein neues Allzeithoch und der Bruch der psychologisch wichtigen Marke von 10 EUR bevor.

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