Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Die Aktienmärkte blicken auf eine überwiegend freundliche Woche zurück. Zum Wochenauftakt wirkte sich die Rückkehr des US Präsidenten Donald Trump ins Weiße Haus positiv aus. Der US Präsident ist offenbar von seiner Covid-19 Erkrankung genesen. Trump selbst schickte die Börsen jedoch zwischenzeitlich auf Talfahrt, als er mit dem Stopp der Verhandlungen über ein Corona Hilfspaket drohte. Kurze Zeit später stellte er jedoch in Aussicht, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Ringen um Konjunkturhilfen in den USA

Bei den Verhandlungen um ein Hilfspaket in den USA geht es nicht nur für 10 Millionen von Arbeitslosigkeit betroffen Amerikanern viel. Marktteilnehmer erhoffen sich von dem Rettungsprogramm einen gesamtwirtschaftlichen Stimulus – schließlich hängt die Konjunkturentwicklung in den USA maßgeblich am privaten Konsum. Ein Streitpunkt ist die Höhe der wöchentlichen Arbeitslosenunterstützung. Trumps Republikaner peilen hier 400 USD, die Demokraten 600 USD an.

Der Dow Jones jedenfalls ging mit einem ansehnlichen Wochenplus von rund 762 Punkten ins Wochenende und notierte am Freitagnachmittag bei 28.587,5 Punkten. Eine ganz ähnliche Entwicklung zeigte der marktbreite S&P 500. Dieser legte im Wochenverlauf rund 110 Punkte zu und schloss am Freitag bei 3477 Punkten.

Big Tech unbeeindruckt von Untersuchungsausschuss

Keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Kursverlauf von Amazon, Facebook und Co. hatte ein Untersuchungsbericht aus dem US Kongress. Dieser nimmt die Big Techs ins Visier und konstatiert bei Amazon, Apple, Facebook und Google einen Missbrauch von Marktmacht. Ob diese Feststellung zu irgendeiner Art von Konsequenzen führen wird? Der Markt scheint es nicht zu erwarten.

Der deutsche Leitindex DAX – das Börsenbarometer steht vor einer Erweiterung auf 40 Titel – startete lediglich ganz zu Beginn der Woche schwach und notierte dann unter Schwankungen bis zum Wochenende aufwärts. Am frühen Freitagabend ging der DAX mit 13.051 Punkten aus dem Handel und notierte damit erstmals seit Mitte September über der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten.

Ausblick auf die kommende Woche

Auch in der neuen Börsenwoche dürften die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA den Verlauf der Märkte wesentlich bestimmen. Dafür spricht auch, dass in den USA die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche anstehen. Am Freitag werden die Einzelhandelsumsätze sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan veröffentlicht. Bereits am Donnerstag gibt es die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Donnerstag und Freitag könnte sich somit eine Tendenz im Hinblick auf die Stärke der Konjunkturerholung in den USA ablesen lassen.

EUR/USD: Kursrücksetzer nach Scheitern an 1,20-Marke?

Am Montag startet die virtuelle Jahrestagung von IWF und Weltbank. In diesem Rahmen findet auch ein Interview mit EZB Präsidentin Christine Lagarde statt. Allzu starke Impulse werden jedoch nicht erwartet. Im Hinblick auf die Kursentwicklung beim EUR/USD könnten eher technische Aspekte die anstehende Woche prägen.

Der EUR/USD startete im Frühjahr zu einem fulminanten Aufwärtstrend und stieg von ca. 1,07 auf 1,20 USD. Dieses Niveau markiert eine signifikante Widerstandszone. An dieser scheiterte der Markt zuletzt und korrigierte anschließend in Richtung 1,16 USD. Die Gegenbewegung in Richtung 1,18 USD fiel eher schwach aus. Möglicherweise könnte hier eine weitere Korrektur nach unten anstehen. Ein Kursrückgang bis in den Bereich von 1,12-1,14 USD wäre dann aus technischer Sicht nicht ausgeschlossen.

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