Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Die letzte Woche beendete der EUR mit einem Stand von 1,1218 USD und einem kleinen Plus von 0,01%. Damit steht die europäische Währung grade wieder über der wichtigen psychologischen Marke von 1,12. Ein positiver Trend gegenüber der Vorwoche.

Kurzfristige Gewinnmitnahmen möglich

In der letzten Woche sank der wichtigste deutsche Leitindex, der DAX, und er beendete seine Woche mit einem Stand von 12089,39 Punkten bzw. einem Minus von 0,73%. Einer der Hauptgründe für das leichte Minus war der Skandal rund um die deutsche Firma Wirecard. Nachdem die Bilanz verschoben werden musste, 1,9 Milliarden gesucht wurden und zwischenzeitlich sogar ein Haftbefehl erlassen wurde, sank das Vertrauen der Anleger deutlich.

Eines der größten deutschen Unternehmen, Lufthansa, ist erst kürzlich aus dem DAX geflogen und die negative Berichterstattung hört nicht auf. So wird der frühere Telekommunikationsmanager Thorsten Dirks nach drei Jahren im Vorstand das Unternehmen verlassen. Währenddessen gehen andere Experten davon aus, dass die Sanierung Jahre brauchen wird, bis sie abgeschlossen ist und das Unternehmen wieder gesund ist.

Hinzukommen schlechte Nachrichten aus Europa und den USA. In Übersee ist es nicht gelungen die Corona Pandemie einzudämmen und hierzulande wurde das öffentliche Leben in Gütersloh und Warendorf heruntergefahren. Das zeigt, dass ein wirtschaftlicher Shutdown nicht weit entfernt ist und dementsprechend gering ist das Vertrauen der Anleger in den Markt. Wichtig sei es in kürzester Zeit Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffes zu erzielen. Dass der Markt am heutigen Montag trotzdem mit einem Plus in die Woche startet ist daher eher überraschend.

Den USA gelingt es währenddessen auch weiterhin nicht, die COVID-19 Pandemie in den Griff zu bekommen und die Wirtschaft zu beruhigen. Zwei große Staaten, Texas und Florida, sind derzeit im Begriff wieder herunterzufahren. Das zeigte sich auch in den Werten des Dow Jones und des S&P 500 . Letzter schloss seine Woche mit einem Stand von 3008,6 Punkten bzw. einem Minus von 2,47%.

Auf der anderen Seite ist es nicht so als wäre die Stimmung durchweg schlecht. Schließlich gab es eine kurzfristige Phase der Erholung und kurzfristige Gewinnmitnahmen sind immer noch möglich.

Ausblick auf die kommende Woche

In der kommenden Woche wird es weiterhin um das Unternehmen Wirecard gehen und die Frage, wo die 1,9 Milliarden Euro geblieben sind. Negativ dürfte sich auch auswirken, dass die Bafin unter Druck steht, da einem Bericht zur Folge nur ein Mitarbeiter mit der Prüfung des Unternehmens beauftragt wurde.

Am Dienstag und Mittwoch werden die chinesischen Einkaufsmanagerindizes vorgestellt und am Mittwoch der ISM Index in den USA, der Zahlen des verarbeitenden Gewerbes präsentiert.

Da am Freitag die Börse in den USA geschlossen ist, richtet sich ein Großteil der Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der US Beschäftigungszahlen am Donnerstag. Experten gehen dabei von einem Jobwachstum von ca. 3 Millionen aus.

Kursausblick EUR/USD

Mit seinem aktuellen Stand von 1.12447 besteht hat der Euro die Erwartungen der vergangenen Woche über Gebühr erfüllt. In der kommenden Woche wird es für den EUR Kurs darum gehen, weiterhin über dem Wert von 1,12 US Dollar zu bleiben und seine Position zu stärken. Vieles hängt wohl von dem Wirecard Skandal ab. Auch der Brexit ist weiterhin ein massives Element der Unsicherheit. Noch knapp 5 Monate bleiben der Regierung des Vereinigten Königreiches, um einen harten Brexit abzuwenden.

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