Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

In den letzten Wochen schwankten die relevanten Indizes regelmäßig, ein Zeichen für nervöse Anleger.  Ein Grund dafür ist sicherlich die Angst vor einer zweiten Corona Welle und ein begleitendes Herunterfahren der Wirtschaft. Und das trotz der zahlreichen Rettungspakete, die die Regierungen auf der ganzen Welt beschlossen haben. Dies drückt in dieser Woche auch den Euro Kurs auf einen neuen Jahreshöchststand. Ähnlich gute Zahlen sahen wir zuletzt Mitte März.

Die Angst vor einer zweiten Welle sorgt für Zurückhaltung

Vor allem Länder in Südamerika und Teilen der USA sowie Afrika haben sich zu Gebieten entwickelt, in denen Corona grassiert. Das führt zu einer Zurückhaltung gegenüber Aktien und stärkt das Vertrauen in deutsche Staatsanleihen. Allerdings gibt es auch hierzulande mehrere Beispiele, die zeigen, wie schnell es gen Lockdown gehen kann. Berlin, Götttingen, Gütersloh sind drei Städte, die gezeigt bekommen haben, dass Covid 19 noch nicht vorbei ist. In der letztgenannten Stadt wird sogar über eine komplette Stilllegung diskutiert.

Abgesehen von der Corona Pandemie hat das deutsche Unternehmen Wirecard für negative Schlagzeilen gesorgt. So fehlten 1,9 Milliarden Euro und dieses Thema dürfte den Vorstand gehörig unter Druck setzen und die Anleger hierzulande auch in der kommenden Woche beschäftigen.

Dabei wären positive Nachrichten, grade jetzt, sehr wichtig. Experten warnen, dass kleinste Unsicherheiten und negative Neuigkeiten zu einem starken Kursrutsch führen können und die weiterhin gewährte Unterstützung durch Rettungspakete und positiven Konjunkturdaten wichtig sind, um die Märkte langfristig zu stärken. Der DAX schloss aufgrund der Entwicklungen bei optimistischen 12422,19 Punkten.

Was für den hiesigen Markt gilt, kann auch auf den US Markt übertragen werden, der zum Abschluss der letzten Woche keine positiven Zahlen zu vermelden hatte. So beendete der Dow Jones seine Woche bei einem Stand von 25870,37 Punkten bzw. einem Minus von 0,80%. Auch der S&P 500 (SPX) beendete seine Woche mit einem Minus. Der Kurs stoppte bei 3133,4 Zählern und einem Minus von 0,66%.

Als ob das nicht genug wäre, warnte der FED Chef Powell davor, den weiteren Verlauf der Pandemie in den USA zu unterschätzen. Dem pflichtete der Eric Rosengren, dem Chef der Bostoner Notenbank bei. Powell empfahl dem US Kongress sogar, weitere Hilfen für die Unterstützung von Betrieben und Haushalten zu ergründen.

Ausblick auf die kommende Woche

In der folgenden Woche findet die außerordentliche Hauptversammlung der Lufthansa statt, bei der das Rettungspaket des Bundes abgesegnet werden soll. Etwas besser dürfte die Stimmung bei Zalando sein, dessen Kurs seit Mitte / Ende März gestiegen ist. Ebenfalls am Donnerstag werden die Jahreszahlen von Zumtobel präsentiert und am selben Tag findet die Hauptversammlung von DEAG statt. Am Freitag findet dann noch die Hauptversammlung von RWE statt.

Kursausblick EUR/USD

Der EUR schloss gegenüber dem USD mit einem Stand von 1,11764. Das bedeutet ein Minus von 0,25%. Damit schaffte es der Euro nicht die wichtige Grenze von 1,12 USD zu halten bzw. weiter zu steigen. Stattdessen ging es Richtung 1,10 USD Grenze, die als wichtiger Widerstand und psychologische Grenze gilt. Dabei sah es für den EUR Kurs am letzten Freitag lange Zeit sehr gut aus, bis der Abstieg ungefähr gegen 14:30 Uhr einsetzte.

In der nächsten Woche gilt es für den Euro die Grenze von 1,12 USD zu überqueren. Die Vorzeichen dafür stehen nicht so schlecht. Gemessen an den Erfolgen der Pandemie Bekämpfung steht Europa ganz gut dar. Auf der anderen Seite sprechen innerpolitische Probleme und das Krisenmanagement der USA nicht grade für den US Dollar, wodurch mit einer Erholung des EUR Kurses gerechnet werden kann.

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