Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Als die Börse letzten Freitag die Woche beendete, stand der Euro bei einem Kurs von 1,1097 US Dollar, was ein Plus von 2,09% gegenüber der Vorwoche bedeutete. Grund für den hohen Kurs ist, dass er derzeit eher als ein „sicherer Hafen“ betrachtet wird als der US Dollar, was auch an der Unterstützung in Höhe von 750 Milliarden Euro durch die Euro Kommission gelangen haben könnte.

Trotz der Umstände war der Mai ein guter Monat für die Börse

Bevor es in das Pfingstwochenende ging, beendete der DAX seine fünftägige Erfolgsrally und beendete den Freitag mit einem knappen Minus von 1,65% und einem Kurs von 11,586,85 Punkten. Nichtsdestotrotz war der Mai ein guter Monat für die Börse.

Gegenüber dem Vormonat wurde ein Zuwachs von 6,7% verzeichnet. Das hing sicherlich auch mit den zahlreichen Konjunkturprogrammen, die verabschiedet worden sind, der Meldung, dass die EZB ebenfalls 500 Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona Pandemie bereitstellen wird und die vielen Lockerungen, die bis jetzt, noch nicht zu einer rapiden Steigung von Corona Patientenzahlen geführt haben, zusammen.

Während die Stimmung in Europa derzeit relativ positiv ist, gibt es zwischen den USA und China weiterhin Spannungen, die auch die Anleger belasten. China will ein neues Sicherheitsgesetz verabschieden, was die autonome Region Hongkong betrifft. Nachdem es dort in der jüngeren Vergangenheit zu massiven Ausschreitungen gekommen ist, versucht es Peking jetzt noch einmal. Experten warten nun die Redaktion des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, ab und hoffen, dass die Reaktion nicht die Verabschiedung des „Phase-Eins“ Handelsabkommen beinhaltet. Sollte es dennoch dazukommen, könnte die Börsenstimmung nachhaltig negativ beeinflusst werden. Auch die anhaltenden Proteste in den USA könnten langfristige Auswirkungen haben.

Dass es derzeit sowieso nicht besonders gut aussieht, zeigten auch die amerikanischen Konjunkturdaten, die am Freitag vorgestellt wurden. So fiel der US-amerikanische Einkaufsmanagerindex auf den tiefsten Stand seit 1982 bzw. 38 Jahren. Schlechte Zahlen gab es aber noch in einem anderen Bereich, und zwar gaben die US-Verbraucher so wenig aus, wie im Jahr 1959. Das Minus von 13,6% übertraf sogar die Expertenerwartung von 12,6%. Der S&P 500 bleibt trotz der schlechten Konjunktur einigermaßen stabil und steht aktuell bei 3037.0 Punkten.

Ausblick auf die kommende Woche

Hierzulande sieht es etwas besser aus als in den USA. Auch wenn die Regierung scheinbar verschiedene Konsumanreize diskutiert, wie zum Beispiel einen Familienbonus, ging der Einzelhandelsumsatz „nur“ um 5,3% zurück. Experten hatten mit einem Rückgang von 12% und damit mehr als das Doppelte gerechnet. In der kommenden Woche geht es vor allem um Konjunkturdaten aus China, die zu Beginn der Woche präsentiert werden. Am Donnerstag folgt dann die Ratssitzung der EZB und aus den USA kommen am folgenden Freitag die Daten des Arbeitsmarktberichtes.

Kursausblick für den Euro

Angesichts der Spannungen zwischen USA und China und den sehr schlechten Arbeitslosenzahlen kann es passieren, dass der EUR gegenüber dem US Dollar weiterhin an Wert zulegt. Zwischenzeitlich stieg er sogar auf einen Kurs von 1,1145 US Dollar und schloss die Woche bei vielversprechenden 1,11393 USD. Er hat somit die psychologisch wichtige Marke von 1,10 USD durchbrochen und das sorgte für gute Stimmung unter den Anlegern.

Sehr wichtig wäre es, wenn die europäische Währung mittelfristig ihr Niveau von über 1,10 USD halten würde und eventuell sogar Richtung 1,13 USD steigen könnte. Letztlich hängt wohl vieles von der Ratssitzung der EZB und den USA ab.

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