Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

In der vergangenen Woche schloss der EUR gegenüber dem USD mit einem Stand von 1,0902 was ein Minus von 0,42% ergab. Es ist die zweite Woche hintereinander, in der der EUR Kurs gesunken ist. Der Grund dafür war ein erstarkter Dollar, der anders als in der Vorwoche seine Position als weltweite Reservewährung einmal mehr zeigte und von einer erhöhten Nachfrage profitierte.

Gute Nachrichten von der EZB, aber Anleger brauchen weiterhin Geduld

Die Corona Pandemie hat für einen weltweiten Einbruch der Wirtschaft gesorgt. Im Gegenzug haben Regierungen zahllose und gigantische Rettungsmaßnahmen beschlossen. Auch die EZB soll gegebenenfalls ihr Notfall Anleihekaufprogramm, kurz PEPP, ausweiten. So lassen sich veröffentlichte Protokolle deuten. Man entschloss sich scheinbar zu diesem Schritt, um einen Vertrauensverlust in die Finanzmärkte entgegen zu wirken. Laut Experten sollen weitere 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Diese Nachricht führte unter anderem dazu, dass der DAX mit einem Plus von 8 Punkten und bei einem Stand von 11073.87 Punkten seine Woche beendete.

Europa stabilisiert vor den USA und China

Während es aus Europa erfreuliche Nachrichten gab, sah es in den USA und auch in China nicht so gut aus. Zwar war die Handelswoche in den USA, aufgrund des Memorial Day bereits am Donnerstag beendet, der Dow Jones schloss aber nahezu unverändert und mit einem kleinen Minus von 0,01% bzw. bei 24,472,68 Punkten. Der S&P 500 (SPX) hingegen konnte um 0,23% zulegen und beendete die Woche bei einem Stand von 2955,4 Punkten.

Dass die Anleger in New York Vorsicht walten lassen, hängt unter anderem mit den Arbeitslosenzahlen zusammen, die so schnell wie noch nie in der Geschichte gestiegen sind. Derzeit befindet sich die Arbeitslosenquote auf einem Stand von 14,7%, was den höchsten Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutet. Des Weiteren gibt es immer noch Spannungen zwischen den USA und China und ein Handelskrieg kann nicht ausgeschlossen werden.

Der chinesische Handelsriese Alibaba hat ebenfalls keine guten Nachrichten präsentieren können. So vermeldete man ein Bewertungsverlust bei Investments von 88% und das operative Ergebnis sank um 7,1 Milliarden Yuan. Zudem zweifeln Experten daran, dass sich die Konjunktur in China schnell erholen wird. So kommunizierte China eben kein Wachstumsziel für 2020.

In Deutschland musste der Lufthansa Konzern starke Verluste hinnehmen und der Kurs sank um 1,16%. Damit schloss die Aktie die Woche auf dem letzten Platz des DAX ab. Gründe dafür sind unter anderem die eventuelle Staatsbeteiligung an dem Konzern, was viele Investoren eher ablehnen.

Ausblick auf die kommende Woche

Auch in der folgenden Woche werden viele Augen auf Washington und Peking gerichtet sein. Sollte ein Handelskrieg wahrscheinlicher werden, dürfte das die Stimmung an den Märkten drücken. Auch die Angst vor einer zweiten Corona Infektionswelle ist allgegenwärtig. Experten halten daher eine Überschreitung der 11000 Punkte Marke für unwahrscheinlich und wenn dann nur von kurzer Dauer. Demnach könnte der DAX eher in einem Kursbereich von rund um die 11000 Punkte Marke anzusiedeln sein.

In Deutschland werden die IFO-Index Zahlen erwartet, der die Stimmung in den hiesigen Chef-Etagen abbildet. Laut Expertenerwartungen dürfte er im Mai schlechter ausfallen als im April. Am Dienstag wird dann der GfK Index veröffentlicht und am Donnerstag wird das Stimmungsbarometer für die Euro-Zone veröffentlicht.

Kursausblick EUR/USD

Am Montagmorgen lag der EUR Kurs bei 1,09 und befindet sich damit nur knapp vor der psychologisch wichtigen Grenze von 1,10 USD. Sollte diese Grenze überschritten werden, wäre das ein wichtiger Erfolg und eine weitere Steigerung von 1,12 USD wäre möglich. Aber auch ein negativer Trend ist möglich mit einem Absinken auf einen Kurs von 1,07 USD. Da in den USA am Montag nicht gehandelt wird, die Befürchtung vor einem Handelskrieg vorhanden sind und die Arbeitslosenzahlen weiter gestiegen sind, wird aber eher von einem Stillstand des Kurses ausgegangen.

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