Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Abwärtstrend des Euro setzt sich fort

Auch in der vergangenen Woche musste der Euro weitere Verluste hinnehmen und schloss am Freitag mit einem Verlust von -1,86% für die letzten 7 Tage. Mit 1,08151 US-Dollar liegt der Kurs am heutigen Montagmorgen deutlich unter der 1,10-Marke und bleibt unter Druck.

Auswirkungen der Corona-Krise sichtbar

Neue Konjunkturdaten und Arbeitslosenzahlen aus der Euro-Zone und den USA machten das Ausmaß der Corona-Krise deutlich. So übertrafen die Zahlen zu Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten vorherige Krisen um ein Vielfaches und gelten dabei nur als Anfang. Zwar zeigen die Lockdown-Maßnahmen erste Wirkung bei der Eindämmung des exponentiellen Wachstums, doch an eine Lockerung ist noch nicht zu denken. So wird die Wirtschaft wohl eine der größten Krisen seit dem Ende des zweiten Weltkriegs erleben.

Nur leichte Verluste an der Börse

Trotz der gravierenden Auswirkungen des Lockdowns auf die Wirtschaft zeigten die Kurse an den Aktienmärkten nur leicht nach unten. Für den Dax bedeutete dies einen Wochenverlust von -1,11% bei einem Endkurs von 9.525,77 Punkten.

Schlechter schnitt der S&P 500 mit -2,08% ab und pendelte sich bei einem Stand von 2.481,3 ein.

Ausblick auf die kommende Woche

Sinken des Ölpreises erwartet

Gleichzeitig mit der Corona-Krise sank der Ölpreis, weil Russland einer Erdöl-Fördermengenkürzung nicht zustimmte. Doch ein Tweet von US-Präsident Trump verkündete kürzlich eine Zusammenarbeit von Russland und Saudi-Arabien, die zu höheren Preise führen sollte und den Preis für Öl wieder steigen ließ. Aber das Verschieben der nächsten OPEC+-Sitzung wird wohl zu einem weiteren Sinken des Ölpreises am Montag führen und erst mit einer Einigung der ölproduzierenden Länder ist ein Anstieg zu erwarten.

Neue Hilfsmaßnahmen der Regierungen werden diskutiert

Angesichts von weiter steigenden Arbeitslosenzahlen und schlechten Konjunkturdaten werden neue Hilfsprogramme der Regierungen diskutiert, um die Corona-Auswirkungen auf die Wirtschaft abzufedern. In den USA wird unter anderem ein großes Infrastrukturprogramm von Donald Trump vorgeschlagen, während in der Eurozone die Diskussion um Corona-Bonds entfacht ist. Deutschland und die Niederlande sprechen sich gegen die gemeinsamen Bonds der Euro-Länder aus, wohingegen Frankreich oder Italien mit diesem Programm finanzschwache Länder unterstützen möchten. Eine endgültige Entscheidung in der kommenden Woche ist angesichts der Komplexität des Plans jedoch unwahrscheinlich.

Kursausblick für EUR/USD

Die schlechten Konjunkturdaten der Eurozone wirkten sich negativ auf den Euro aus und sorgten dafür, dass der Kurs bis auf 1,0806 US-Dollar fiel. Angesichts dessen, dass die Corona-Krise noch lange nicht ausgestanden ist und bereits von der Finanzkrise getroffene Länder wie Spanien oder Italien wohl langfristig Unterstützung brauchen, wird keine kurzfristige Rally des Euro erwartet. Sollten die Euro-Länder sich allerdings auf gemeinsame Corona-Bonds für die Bewältigung der Krise einigen, könnte dies der europäischen Währung einen dringend benötigen Schub nach oben geben. Im Gegenzug würde ein Ablehnen des Plans bedeuten, dass der Euro wahrscheinlich weiter an Wert verliert und der Dollar die bevorzugte Wahl der Investoren bleibt.

An den Märkten wird in den nächsten Wochen kaum Bewegung für den Euro erwartet, wobei der Trend der Währung leicht negativ verbleibt. Als Widerstandsniveaus gelten aktuell die Bereiche 1,09 und vor allem 1,10, während die Grenze von 1,06 US-Dollar als hilfreiches Unterstützungsniveau dient.

 

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