Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Überraschend gute Woche für den Euro

Corona zum Trotz konnte der Euro die Verluste der Vorwoche in den letzten Tagen wieder wettmachen und endete mit einem Plus von 2,75%. Seit Montag stieg der Kurs der Währung kontinuierlich an und schloss am Freitag mit 1,1140 US-Dollar.

Billionenschwere Hilfsprogramme sorgen für Kurssteigerungen

Im Wochenverlauf legten viele Aktienindexe wieder zu und reagierten optimistisch auf die Hilfsprogramme von Regierungen und Zentralbanken, die alleine in den USA mehr als 2 Billionen US-Dollar umfassen. Große Rallyes werden in Zukunft an der Börse aber kaum erwartet, denn die ersten Arbeitslosenzahlen zeigten beispielsweise in den Vereinigten Staaten einen historischen Anstieg und werden sich in Zukunft wohl noch weiter erhöhen. Von manchen Experten wird eine Arbeitslosenquote von bis zu 20% prognostiziert und ist angesichts der Wirtschaftseinschränkungen für alle nicht-essentiellen Betriebe in den meisten Ländern als realistisch einzustufen. Für die nächsten Wochen werden die Einschränkungen zudem bestehen bleiben müssen, um die Fortschritte im Kampf gegen den Corona-Virus nicht sofort wieder zu verspielen.

Neuer Optimismus an den Börsen

Nach Bekanntgabe der umfangreichen Hilfsprogramme in den USA und Europa machten Dax und S&P 500 einen Teil der vorherigen Verluste wieder wett.

DAX

Für den deutschen Aktienindex reichte es zu einem Wochenplus von 7,88% und am Freitag schloss der Dax bei 9632,52 Punkten. Noch besser erging es dem S&P 500, der gleich zweistellig mit 10,26% zulegte und momentan bei 2540,2 steht.

SPX500

Ausblick auf die kommende Woche

Dämmt der Lockdown die Ausbreitung des Corona-Virus ein?

Nachdem die Lockdown-Maßnahmen in Ländern wie Italien nun schon vor einiger Zeit in Kraft getreten sind, werden aktuelle Infektionszahlen belegen, inwiefern das exponentielle Wachstum der Krankheit aufgehalten werden konnte. Allerdings liegt der Höhepunkt für den Corona-Virus in vielen Ländern erst nach Italien, weshalb es in den nächsten Wochen keine Lockerung der Einschränkungen für Haushalte und Wirtschaft geben wird. Ein Eindämmen des exponentiellen Wachstums würde jedoch zumindest die pessimistischsten Prognosen zum Pandemieverlauf widerlegen.

Konjunkturdaten machen Ausmaß der Krise klar

Weitere Konjunkturdaten aus den großen Industrienationen werden in der kommenden Woche zeigen, wie stark die Isolationsmaßnahmen bereits die Wirtschaft beeinflusst haben. So werden für die US-Arbeitslosenzahlen nach dem historischen Verlust von 3,28 Millionen Arbeitsplätzen auch diese Woche ähnlich schlechte Zahlen erwartet. Hinzu kommen Einkaufsmanager-Daten aus China, die einen Ausblick auf die Zukunft von Europa und den USA geben dürften. Denn China konnte zwar durch strenge Maßnahmen die Ausbreitung des Virus eindämmen, allerdings ging dies deutlich zu Lasten der Wirtschaft. Weiterhin steht die Veröffentlichung von Konjunkturdaten aus der Eurozone an, die aber wohl noch nicht das gesamte Ausmaß der Krise anzeigen werden, da manche Zahlen noch aus der Zeit vor den Lockdown-Maßnahmen stammen.

Kursausblick für EUR/USD

Vor allem ein schwächerer US-Dollar beflügelte den Kurs des Euro in der vergangenen Woche und wurde durch das umfangreiche Hilfsprogramm der Regierung ausgelöst, die den Markt mit Geld überschwemmte. So stand der Kurs der europäischen Währung am Freitag zum Handelsende bei 1,1142 US-Dollar. Der Euro hatte im Verlauf der Woche etwas Schwierigkeiten mit der 1,10-Grenze, testet aber derzeit die Retracement-Zone im Bereich 1,1066 bis 1,1167.

Sollte der Euro sich länger über der Marke von 1,1167 halten, könnte dies auf einen anhaltenden Positivtrend der Währung hindeuten. Wird aber die Grenze von 1,1066 nicht dauerhaft überschritten, deutet sich ein Negativtrend an. Angesichts der volatilen Umstände der globalen Wirtschaft ist der kurzfristige Ausblick des Euro unklar und es ist ein Trend in beide Richtungen möglich. Allerdings gilt der US-Dollar immer noch als sicherere Währung im Vergleich zum Euro und wird von Investoren bevorzugt. Dies wird sich angesichts der prognostizierten Finanzprobleme für EU-Länder wie Italien oder Spanien in naher Zukunft kaum ändern.

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