Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Starker Abwärtstrend für den Euro

Durch die umfangreichen Liquiditätsbeschlüsse der US-Notenbank und der Flucht von Investoren zum US-Dollar, der als sicherer betrachtet wird, musste der Euro in der vergangenen Woche große Verluste hinnehmen. Insgesamt ging es 3,99% nach unten, so dass die europäische Währung aktuell bei 1,0696 notiert.

Corona-Virus legt die Wirtschaft lahm

Außerhalb des Corona-Virus gibt es an den Märkten praktisch ein anderes Thema, denn die Auswirkungen der Krankheit auf die Wirtschaft könnten kaum gravierender sein. Selbst große Einschränkungen für viele Wirtschaftsbereiche und die Absperrung von ganzen Gebieten in Italien konnten den Virus bisher nur wenig verlangsamen. Dabei steht das Schlimmste in vielen Ländern noch aus und es ist unklar, ob „social distancing“ ausreicht, um das exponentielle Wachstum des Virus zu bremsen. Auch die umfangreichen Hilfsmaßnahmen von Regierungen und Zentralbanken können die Börsen nicht beruhigen, denn fast jeder Wirtschaftszweig und Bürger wird staatliche Hilfe benötigen.

Dax und S&P 500 fallen weiter

Durch Kursgewinne am Freitag konnte der Dax die Wochenverluste noch etwas mindern und verzeichnete schließlich ein Minus von 3,28%. Am Freitagabend stand der deutsche Aktienindex bei 8.928,95 und der Aufwärtstrend am Ende macht den Anlegern etwas Hoffnung.

DAX

Kein Glück hatte der S&P 500, der über die Woche konstant weiter fiel und mit 14,98% im Minus abschloss. Mit 2.303,9 Punkten liegt der Index auf dem niedrigsten Stand seit Jahren und ein Ende der Negativrallye ist noch nicht abzusehen.

Ausblick auf die kommende Woche

Konjunkturdaten legen die Auswirkungen des Corona-Virus offen

In dieser Woche werden Einkaufsmanagerindex-Berichte aus den USA, Großbritannien und der Euro-Zone das ganze Ausmaß der Wirtschaftseinbußen aufzeigen. Da die Daten dafür erst vor kurzem erhoben wurden, sollten sich die aktuellen Probleme der Unternehmensbranchen darin bereits deutlich widerspiegeln. Weiterhin stehen erste Arbeitslosenzahlen aus einzelnen Ländern an, bei denen ein starker Anstieg im Vergleich zur Vergangenheit prognostiziert wird.

Neue Regierungsmaßnahmen weltweit erwartet

Angesichts der massiven Umsatz- und Arbeitsplatzverluste in fast allen Wirtschaftszweigen werden weitere Hilfsmaßnahmen von Regierungen auf der ganzen Welt gespannt erwartet. Vor allem die geplanten Programme der US-Regierung, die aktuell einen Rahmen von mehr als 1 Billion US-Dollar vorsehen, werden an den Märkten mit Interesse beobachtet. Interessant wird für Investoren dabei vor allem, inwiefern es großzügige Rettungsaktionen für Unternehmen wie Fluggesellschaften geben wird und ob Unternehmen große Zugeständnisse bezüglich der Weiterbezahlung ihrer Beschäftigten machen müssen, um staatliche Unterstützung zu erhalten.

Kursausblick für EUR/USD

Nach einer weiteren enttäuschenden Woche des Euro sieht die Prognose der Währung für die nahe Zukunft kaum besser aus. Der Kurs, der momentan bei 1,06929 US-Dollar steht, zeigte Anfang der vergangenen Woche noch nach oben, unterschritt dann jedoch gleich mehrere Unterstützungsniveaus bis zum Freitag. Blickt man auf die Prognose von Maklern an den Börsen, zeigt der Trend weiterhin nach unten. Daher ist es durchaus möglich, dass der Euro unter die 1,05-Grenze fällt.

EURUSD

Durch die Corona-Krise ist der US-Dollar weiterhin die Währung der Wahl von Investoren, was sich negativ auf den Kurs des Euro auswirkt. Daran konnte auch das verkündete Notfallprogramm der EZB in Höhe von 750 Milliarden nichts ändern, denn durch die US-Notenbank wurden noch höhere Hilfsprogramme verkündet. Möglich sind jedoch immer wieder kurze Positiv-Rallyes des Euro, bei denen der Kurs der Währung für einen gewissen Zeitraums steigt, doch langfristig werden der europäischen Währung schlechte Chancen für einen Positivtrend eingeräumt. Dies alles gilt jedoch vor allem im Vergleich zum US-Dollar, während der Euro im Vergleich mit dem britischen Pfund oder dem kanadischen Dollar bessere Aussichten besitzt.

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