Wöchentlicher Ausblick auf die europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Starke Performance für den Euro

Durch die Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank schrumpfte der Zinsvorsprung des US-Dollars und so konnte sich der Kurs des Euro in der vergangenen Woche deutlich steigern. Am Freitag schloss die europäische Währung bei 1,1285 $ und gewann auf Wochensicht deutliche 2,42%.

Zinssenkungen sollen den Corona-Virus-Effekt abschwächen

Nachdem der Corona-Virus in China scheinbar eingedämmt werden konnte, schreitet die Ausbreitung in Europa weiter fort. Um die Auswirkungen der Krankheit abzufedern, sollen die Notenbanken ihre Zinsen senken und beispielsweise die amerikanische Zentralbank hat dies bereits getan. Ob das allerdings große Wirkung zeigt, ist fraglich, denn Zinssenkungen werden die Sorgen der Verbraucher im Hinblick auf den Virus kaum beruhigen können. Je nach Ausbreitung könnten monatelange Quarantäne-Protokolle aktiviert werden, deren Folgen sich fatal auf die Wirtschaft auswirken würden.

DAX zeigt sich deutlich schwächer als S&P 500

Sehr unterschiedlich schlossen der deutsche DAX und der amerikanische S&P 500 die Woche ab. So reichte es für den S&P 500 dank der Zinssenkungen der US-Notenbank noch zu einem Plus von 0,44%. Zum Börsenende schloss der Markt bei 2.972, 1.

Gleichzeitig beendet der DAX die Woche mit 5,07% im Minus. Für den DAX bedeutete dies einen Endstand von 11.541,87 Punkten. Nicht unbedingt eine Überraschung.

Ausblick auf die kommende Woche

Langfristige Auswirkungen des Corona-Virus bleiben unklar

Auf absehbare Zeit wird der Corona-Virus das beherrschende Thema an den Börsen bleiben. Zwar gibt es aus China gute Nachrichten und die Anzahl der Neuinfektionen konnte gesenkt werden, doch in Europa wird das Ausmaß der Infizierten erst allmählich klar. Ein großes Problem ist, dass Erkrankte teilweise erst Wochen später entdeckt wurden, wodurch sie bereits weitere Personen anstecken konnten. In Italien wurden bereits Regionen mit 16 Millionen in Quarantäne gesetzt und ähnliche Maßnahmen könnten auch in anderen europäischen Ländern in Kraft treten.

Schon jetzt zeigen sich durch abgesagte Veranstaltungen und verlegte Konferenzen große Auswirkungen auf die Tourismus- und die Gastronomie. Beide Geschäftszweige müssen durch entsprechende Quarantäne-Protokolle möglicherweise noch größere Verluste verkraften. Die letztendlichen Auswirkungen des Virus auf die globale Wirtschaft bleiben aber unklar und hängen stark davon ab, ob außerhalb Chinas die Quarantäne-Maßnahmen genauso effektiv wirken.

Über Nacht brach auch der Ölpreis um fast 30 Prozent ein. Das größte Minus seit 1991. Entsprechend befinden sich am heutigen Montag viele Kurse auf Talfahrt.

Weitere Zinssenkungen der Zentralbanken?

Vor allem auf die EZB richten sich in den nächsten Tagen die Augen der Märkte, die auf eine Zinssenkung der europäischen Zentralbank hoffen. Angesichts der bereits niedrigen Zinsen wird jedoch eher eine Reihe von verschiedenen Geldpolitik-Maßnahmen erwartet, die die Auswirkungen des Corona-Virus im europäischen Wirtschaftsraum abfedern sollen. In den USA wiederum verlangt Präsident Trump weitere Zinssenkungen von FED-Chef Jerome Powell und es ist möglich, dass die amerikanische Zentralbank eine weitere Senkung ihrer Zinsen bekannt gibt.

Kursausblick für EUR/USD

Einen starken Kursanstieg, begünstigt durch die Zinssenkungen der US-Notenbank, zeigte der Euro in den vergangenen 7 Tagen. Durch die niedrigeren Zinsen aus den USA sank der Zinsvorsprung der amerikanischen Währung und machte den Euro attraktiver. Angesichts der Schwäche des US-Dollars ist ein Anstieg auf über 1,1300 nicht auszuschließen und könnte eine längere Rallye der europäischen Währung in Richtung 1,1412 einleiten. Vor allem der Bereich 1,15 gilt jedoch als deutliches Widerstandsniveau und wird auch auf Dauer nur schwer zu knacken sein. Für die zukünftige Performance des Euro wird vor allem die Ausbreitung des Corona-Virus in den USA bzw. Europa ausschlaggebend sein, was sich aktuell noch kaum abschätzen lässt.

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