Wöchentlicher Ausblick auf die Europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Euro trotzt dem Kursfall der Börsen

Entgegen dem allgemeinen Trend legte der Euro-Kurs auf 7-Tage-Sicht 1,74% zu und erreichte zwischenzeitlich unter anderem einen 3-Wochen-Höchststand von 1,1050. Am Ende schloss die europäische Währung den Freitag mit einem Kurs von 1,1027 US-Dollar ab und profitierte vor allem von der Schwäche des Dollars im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Selbst von schwächeren Konjunkturdaten aus Deutschland ließ sich der Euro dabei kaum beeindrucken.

Coronavirus hat die Welt im Griff

Die Angst vor einer weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus beherrschte die Börsen und sorgte dafür, dass die Märkte in Deutschland oder den USA um mehr als 10% in die Tiefe rauschten. Unklar bleibt dabei, ob damit die größten Kursverluste bereits verzeichnet wurden oder es in den nächsten Tagen weiter nach unten geht. Gerade das Ausmaß von Neuinfektionen der Krankheit in Europa und den USA wird beeinflussen, inwiefern die Negativstimmung der Börsenmakler anhält.

Katastrophale Ergebnisse für die Märkte

Eine Woche mit großen Verlusten nahm an den Börsen ihr Ende und könnte sich in den nächsten Tagen weiter fortsetzen.

DAX

Mehr als 10% verloren sowohl DAX als auch S&P 500 in den letzten 7 Tagen, was den größten Kursverlusten am Aktienmarkt seit der letzten Finanzkrise entspricht. Am Freitag schloss der DAX die Woche schließlich mit 11.890,35 Punkten ab, während der S&P 500 in Amerika bei 2.954,8 lag.

SPX500

Ausblick auf die kommende Woche

Angst vor einer globalen Pandemie

Inzwischen werden in immer mehr Ländern, unter anderem Italien oder Südkorea, Neuinfektionen des Corona-Virus gemeldet. Dabei wird eine sprunghafte Steigerung der Zahlen erwartet, sobald mehr Tests für die Krankheit verfügbar sind. Falls die Ausbreitung ähnlich rapide wie zu Beginn in China verläuft, könnte dies zu schweren Folgen für die Weltwirtschaft führen. Dann wären die bisher verzeichneten Kursverluste dieser Woche erst der Anfang, allerdings ist unklar, ob die längere Vorbereitungszeit der meisten Länder bei der Bekämpfung der Neuinfektionen möglicherweise helfen kann.

Sinken die Zinsen der Notenbanken weiter?

Angesichts der milliardenschweren Auswirkungen des Corona-Virus auf die Wirtschaft, deren Ende noch nicht absehbar ist, richten sich die Hoffnungen der Börsen auf ein weiteres Senken der Leitzinsen. Möglicherweise wird auch die Europäische Zentralbank die Minuszinsen erneut senken, so dass ein Zinssatz von minus 0,70 Prozent im Raum steht. Dies soll die geschwächte globale Wirtschaft neu ankurbeln. Allerdings sind dies aktuell nur Überlegungen und es wurden noch keine Zinssenkungen offiziell angekündigt.

Kursausblick für EUR/USD

Obwohl der Euro mit einem Schlusskurs von 1,10289 US-Dollar eine gute Woche verzeichnete, sind die meisten Börsenexperten pessimistisch bezüglich eines weiteren Aufwärtstrends.

EURUSD

Der Haupttrend des Euro zeigt immer noch deutlich nach unten und wird sich frühestens bei 1,1096 umkehren. Selbst das Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke und Widerstandsniveaus von 1,0992-1,1009 wird angesichts der schwachen europäischen Wirtschaft kaum für eine Rally nach oben sorgen. Denn die vergangene Woche bleibt wohl eher eine Ausnahme. Allerdings stemmte sich der Euro bereits zuletzt gegen den Negativsog. Das stellte zweifellos eine positive Ausnahme an den Märkten dar. Hinweise auf einen weiteren Anstieg gibt es aktuell allerdings wenige, so dass längerfristige Kursgewinne des Euro als unwahrscheinlich eingestuft werden. Erst ein Durchbrechen der 1,12-Grenze würde diese Meinung der Experten wohl ändern und auf einen Positivtrend der europäischen Währung hindeuten.

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