Wöchentlicher Ausblick Auf Die Europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Der Euro verliert weiter

Die gesamte letzte Woche zeigte der Kurs des Euro erwartungsgemäß nach unten und landete schließlich bei 1,0945 US-Dollar. Doch obwohl der Euro jeden Tag weiter ins Minus rutschte, schloss die Währung lediglich mit einem Minus von 0,77% ab. Das ist zwar ein kleinerer Verlust als viele Prognosen befürchteten, dennoch bedeutet es den niedrigsten Stand seit Oktober.

Coronavirus trat an den Märkten etwas in den Hintergrund

Obwohl die Sorgen um den Coronavirus nicht mehr so akut sind wie zuvor, hat sich die Angst vor einer größeren Epidemie nicht gelegt. Noch ist unklar, ob die Krankheit bereits ihre maximalen Auswirkungen erreicht hat oder ob es noch zu größeren Folgen für die Wirtschaft kommt. Zumindest in der vergangenen Woche hielt der Virus die Märkte aber nicht davon ab, die vorherigen Verluste wieder wettzumachen.

Dax und S&P 500 unbeeindruckt von den Epidemie-Sorgen

Nach den vorangegangenen Verlusten legten sowohl der Dax als auch S&P 500 diese Woche wieder ein ganzes Stück zu.

Für den Dax ging es über die letzten Tage 4,10% nach oben, so dass der Kurs am Freitag bei 13.513,81 Punkten schloss. Ähnlich erging es dem S&P 500, der bei 3.327,7 Punkten landete und auf Wochensicht 3,17% zulegte.

Ausblick auf die kommende Woche

Coronavirus-Gefahr noch nicht gebannt

Obwohl die Märkte mit großen Kursgewinnen in den Februar gestartet sind, ist die Gefahr des Coronavirus für die globale Wirtschaft noch nicht ausgestanden. Aufgrund der fehlenden Ausbreitung in Europa und USA wurde die Krankheit von den Börsen letzte Woche kaum beachtet, obwohl die Infizierten in China weiter stark gestiegen sind. Es bleibt abzuwarten, ob bereits das Schlimmste überstanden ist oder die Weltwirtschaft weiter ausgebremst wird.

Neue Konjunkturdaten und Firmenbilanzen

Eher wenig Neuigkeiten werden bezüglich Konjunkturdaten in der neuen Woche erwartet. Lediglich am Freitag werden aktuelle Berichte zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und der Eurozone veröffentlicht. Außerdem stehen am selben Tag die neuen Zahlen für die US-Einzelhandelsumsätze an, die den privaten Konsum abbilden. Ansonsten werden die Börsen vor allem einen Blick auf die Berichte großer Unternehmen wie Daimler oder Linde werfen, die in den nächsten Tagen ihre Bilanzen bekanntgeben werden.

Auftritt von US-Notenbankchef Powell vor dem US-Kongress

Regelmäßig gibt der Chef der US-Notenbank Jerome Powell den Abgeordneten im Kongress Auskunft über die Geldpolitik der USA. In der kommenden Woche steht ein solcher Termin erneut an und wird Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Notenbank geben, wobei allerdings keine großen Überraschungen an den Börsen erwartet werden.

Kursausblick für EUR/USD

Obwohl der Euro die Woche nur mit einem Minus von 0,77% abschloss, fiel der Kurs am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Oktober. Dies hing vor allem mit der fallenden deutschen Industrieproduktion zusammen, die im Dezember um 3,5% sank und somit deutlich schlechter als das erwartete Minus von 0,2% ausfiel.

Der Weg des aktuellen Kurses von 1,09439 US-Dollar scheint weiter nach unten zu zeigen und hat die psychologisch wichtige Grenze von 1,10 ebenso wie das Unterstützungsniveau zwischen 1,0981 und 1,0990 unterschritten. Angesichts des schwachen Wachstums in Europa ist ein weiterer Negativtrend des Euro wahrscheinlich, der zwar langsam ausfällt, aber dennoch langfristig bis hinab zum Bereich 1,0750 zeigen könnte. Für einen Aufwärtstrend des Euro gibt es momentan fast keine Anzeichen, so dass die Märkte momentan einem Kauf der Währung sehr skeptisch gegenüberstehen.

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