Wöchentlicher Ausblick Auf Die Europäischen Märkte 2020-02-17

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Rückblick auf die vergangene Woche

Talfahrt des Euro geht weiter

Der Euro schloss die letzte Woche erneut im Minus ab und erreichte am Freitag sogar das Drei-Jahres-Tief von 1,0826 US-Dollar. Verantwortlich dafür, ist vor allem der Abwärtstrend der europäischen Konjunktur, deren Zahlen auf ein enttäuschendes Wachstum oder gar Stagnation in nächster Zeit hindeuten. Entsprechend endete die Woche für den Euro mit Einbußen von 1,05% und einem Endstand von 1,0832 US-Dollar.

Schlechte Nachrichten zeigen kaum Auswirkungen an der Börse

Obwohl die Zahlen für Infektionen des Coronavirus in China deutlich nach oben korrigiert wurden, zeigten sich die Märkte unbeeindruckt. Selbst die abgesenkten Prognosen für das Wachstum in China, das den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise anpeilt, können den Optimismus der Börsenmakler nicht trüben. Es scheint, dass niemand eine mögliche Börsenrallye verpassen möchte und jede Woche neue Rekordstände erreicht werden.

Die Rekordjagd hält an

Selbst der Coronavirus kann den Aufwärtstrend an den Märkten nicht bremsen und so stiegen der Dax und der S&P 500 in den vergangenen 7 Tagen erneut. Für den Dax reichte es am Freitag zu einer Bestmarke und mit 13.744,21 Punkten gewann der Index auf Wochensicht 1,70%.

dax index

Ähnlich gut zeigte sich auch der S&P 500, der ohnehin in den gesamten letzten Monaten kaum Schwächen zeigte. Über die Woche hinweg konnte er um weitere 1,58% zulegen und startet heute auf einem Stand von soliden 3.379,6 Punkten.

s&p 500

Ausblick auf die kommende Woche

Wurde die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt?

In den letzten Tagen wurde gemeldet, dass die chinesische Regierung die rasante Zahl von Neuinfektionen beschränken konnte und weniger neue Patienten mit dem Virus entdeckt wurden. Falls der Höhepunkt der Krankheit bereits erreicht ist, würde der Coronavirus zwar immer noch einen deutlichen Schaden für das Wachstum der chinesischen Wirtschaft bedeuten, doch könnte dies im Laufe des Jahres wieder etwas wettgemacht werden.

Konjunkturdaten aus dem Vereinten Königreich

Die ersten relevanten Konjunkturdaten seit der Parlamentswahl in Großbritannien werden in den kommenden Tagen veröffentlicht. So erscheint am Dienstag ein Bericht zu den Arbeitsmarktzahlen des Monats Dezember, während am Mittwoch neue Informationen zur Inflationsrate bekanntgegeben werden. Schließlich steht am Donnerstag noch die Veröffentlichung der Umsatzentwicklung im Einzelhandel und am Freitag der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Produktions- und Dienstleistungssektor an. Mit diesen Zahlen lässt sich ein Blick auf die aktuelle Stärke der Wirtschaft von Großbritannien werfen.

Europäische Wirtschaftsdaten mit Spannung erwartet

Neue Zahlen aus der europäischen Wirtschaft werden in dieser Woche einen ersten Aufschluss darüber geben, wie stark der Coronavirus die bereits schwächelnde Konjunktur beeinträchtigt hat. Den Anfang macht der ZEW-Index am Dienstag, woraufhin am Donnerstag und Freitag Berichte zur Konsumlaune und dem ISM-Einkaufsmanagerindex für den Produktionssektor in Europa folgen. Schlechte Zahlen würde auf eine weiterhin maue Konjunktur hindeuten und eine andauernde lockere Geldpolitik der EZB nötig machen.

Kursausblick für EUR/USD

Immer weiter abwärts geht es scheinbar für den Kurs des Euro. Inzwischen wurde sogar das 3-Jahres-Tief der Währung erreicht und eine baldige Umkehr des Trends scheint nicht in Sicht. Verantwortlich für den Negativtrend des Euro ist die schwache europäische Wirtschaft, die nicht mit den Zahlen aus Amerika mithalten kann.

Zuletzt lag der EUR/USD bei 1,0830 US-Dollar und nach dem Unterschreiten der 1,09-Marke ist ein weiterer Fall der Währung in Richtung 1,0750 oder gar 1,06 US-Dollar nicht ausgeschlossen, falls der Kurs unter 1,0833 bleiben sollte. Bezüglich eines Aufwärtstrends liegt das Widerstandsniveau wohl im Bereich 1,0870, der übersprungen werden muss, damit es wieder nach oben geht. Anzeichen dafür gibt es aktuell jedoch fast keine, weshalb an den Börsen ein weiterer Negativtrend oder eine Stagnation der europäischen Währung erwartet wird.

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