Wöchentlicher Ausblick Auf Die Europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Euro kann nicht von der positiven Stimmung profitieren

Während es an den Aktienmärkten weiter nach oben ging, musste der Euro die Woche mit einem Minus von 0,24% beenden und schloss bei 1,1090 US-Dollar. Gute Nachrichten aus den USA stärkten den US-Dollar und gingen zu Lasten des Euro-Kurses. Über die Woche zeigte der Euro noch Kursgewinne, musste diese am Freitag jedoch komplett abgeben.

Gute Nachrichten aus Politik und Wirtschaft

Neben ausbleibenden negativen Nachrichten, feierten die Börsen in der vergangenen Woche unter anderem die Unterzeichnung des US-China-Handelsabkommens, das die Handelsbeziehungen der beiden Länder wieder normalisieren soll. Positiv wurde außerdem aufgenommen, dass in den USA so viele Bauprojekte für Wohnungen wie vor 13 Jahren begonnen wurden und die Wirtschaft weiterhin wächst. Und auch die verfügbaren Konjunkturdaten aus China deuten auf ein stärkeres chinesisches Wachstum für 2020 hin.

Immer weiter nach oben an den Märkten

Sowohl der Dax als auch der S&P 500 setzten ihren Höhenflug weiterhin fort und beendeten eine weitere Woche im Plus. Dabei verpasste der Dax knapp sein Rekordhoch, schloss aber auf dem zweithöchsten Stand in seiner Geschichte bei 13.516,4 Punkten und gewann auf Wochensicht 0,31%.

Noch ein Stück besser verlief die vergangene Woche für den S&P 500, der letzte Woche neue Höchststände erreichte und am Freitag bei 3.329,2 stand. Fast 2% legte der S&P 500 in den letzten 7 Tagen zu und noch scheint kein Ende in Sicht.

Ausblick auf die kommende Woche

Aktuelle Informationen zur Geldpolitik der Zentralbanken

Am 23. Januar wird die Europäische Zentralbank auf ihrer ersten Ratssitzung im neuen Jahr einen Ausblick auf die zukünftige Geldpolitik für die Eurozone geben. Präsidentin Christine Lagarde wird dort bekanntgeben, ob und welche geldpolitischen Änderungen unter ihrer Führung vorgenommen werden sollen. Größere Entscheidungen oder Änderungen am Zinssatz werden wahrscheinlich nicht zur Entscheidung stehen, doch der Konflikt zwischen Anhängern einer lockeren und Unterstützern einer strafferen Geldpolitik wird erneut auf der Tagesordnung stehen.

Auch die japanischen und die kanadischen Zentralbanken werden die ersten Sitzungen im neuen Jahr in der kommenden Woche abhalten. Es wird allerdings erwartet, dass die derzeitige Geldpolitik der Zentralbanken für 2020 fortgesetzt wird.

IWF-Ausblick auf die Weltwirtschaft in Davos

Zum 50. Mal tritt vom 21. bis 24. Januar das World Economic Forum im schweizerischen Davos zusammen. Neben viel Prominenz aus Wirtschaft und Politik, unter anderem US-Präsident Donald Trump, wird dort auch die Führungsriege des Internationalen Währungsfonds (IWF) zugegen sein und ihren Ausblick für die Weltwirtschaft verkünden. Es wird mit Spannung erwartet, wie das Handelsabkommen zwischen den USA und China vom IWF aufgenommen wird.

Kursausblick für EUR/USD

Gestärkt durch gute Wirtschafts- und Wohnbauzahlen aus den USA, bleibt der US-Dollar an den Märkten beliebt und sorgt dafür, dass sich der Euro-Kurs mit 1,1096 US-Dollar weiterhin schwach zeigt. Sollten die guten Nachrichten aus den USA anhalten, könnte sich der Euro unter 1,1085 bewegen, was auf einen negativen Haupttrend hindeuten würde. Eine wichtige Grenze liegt für das Unterstützungsniveau um den Bereich 1,1082 dessen Unterschreiten einen weiteren Kursverfall prognostizieren würde.

Um einen längeren Positivtrend einzuleiten, müsste der Euro das Widerstandsniveau, das etwa von 1,1187 bis 1,212 reicht, dauerhaft überschreiten. Angesichts der guten Wirtschaftslage in den USA und der abgeflachten Konjunktur in Europa sieht es danach momentan eher nicht aus, so dass von einer weiteren negativen Euro-Entwicklung ausgegangen wird.

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