Wöchentlicher Ausblick Auf Die Europäischen Märkte

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Rückblick auf die vergangene Woche

Euro-Kurs dreht am Ende der Woche ins Minus

Eine eher ereignisarme Woche hat der Euro durch einen schwachen Freitag leicht im Minus bei 1,1162 US-Dollar abgeschlossen. Während der Euro-Kurs bis zum Wochenende recht stabil war, sorgten unter anderem höhere Arbeitslosigkeitszahlen als erwartet aus Deutschland und die Eskalation im USA-Iran Verhältnis für Verkäufe an den Börsen.

Potentielle Eskalation zwischen USA und Iran

Dominiert wurde eine ansonsten ruhige Woche durch die Eskalation zwischen USA und Iran, die von der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani ausgelöst wurde. Sowohl politisch als auch wirtschaftlich könnte dies enorme Turbulenzen nach sich ziehen und es bleibt abzuwarten, ob Iran und USA die Lage weiter anheizen. Bereits kurz nach Bekanntgabe des Luftschlags wirkten sich die Nachrichten deutlich negativ auf die Aktienmärkte aus.

Krise im Nahen Osten sorgt für Kursschwankungen

Während das Ende des alten Jahres und die ersten Tage von 2020 den Dax ins Plus trieben, musste der Aktienindex am Freitag deutliche Kursverluste einstecken und beendete die Woche bei 13.219,14 Punkten (-0,88% auf Wochensicht).

Einen ähnlichen Kursverlauf erlebte der S&P 500, der ebenfalls am Freitag deutlich ins Minus getrieben wurde und momentan bei 3.235,1 Punkten (-0,16% auf Wochensicht) steht. Grund für den Negativtrend an den Aktienmärkten waren vor allem die neuen Spannungen im Nahen Osten.

Ausblick auf die kommende Woche

Neue Arbeitsmarktzahlen aus den Vereinigten Staaten

Der aktuelle Bericht zu den Zahlen des US-Arbeitsmarktes für Dezember 2019 wird in der kommenden Woche aufzeigen, ob die schwachen Zahlen der verarbeitenden Industrie sich auf das Job-Wachstum auswirken. Die Hoffnungen der Industrie ruhen dabei unter anderem auf dem neuen Handelsabkommen zwischen USA und China, das für den 15. Januar angesetzt ist.

Konflikt zwischen USA und Iran

Bereits am Freitag sorgten die Nachrichten über den US-Luftangriff auf einen iranischen General für schlechte Stimmung an den Börsen. Sollte es von iranischer Seite zu Vergeltungsmaßnahmen kommen oder die USA weitere Luftschläge durchführen, würde dies für eine gesteigerte Verunsicherung an der Börse sorgen.

Kursausblick für EUR/USD

Mit dem Schlusskurs von 1,1163 US-Dollar konnte sich der Euro etwas gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefstand von 1,1130 am Freitag erholen. Angesichts der Spannungen im Nahen Osten dürfte der Euro auch in Zukunft unter Druck stehen, weil Händler ihre Hoffnungen eher auf den sicheren US-Dollar setzen. Während der Kurs des Euro am Ende der Woche stark fiel, konnte der Euro um das neue Jahr herum den wichtigen Kursbereich von 1,12 durchbrechen.

Sollte es zu keiner weiteren Eskalation zwischen USA und Iran kommen, könnte das Widerstandsniveau von 1,1190 dauerhaft überschritten werden und der Euro einen neuen Positivtrend in Richtung 1,14 starten. Bei schlechten Nachrichten für die Märkte ist allerdings auch ein Kursfall bis hinab zu dem Bereich 1,10 möglich, wobei das 1,1150-Unterstützungsniveau einen stärkeren Negativtrend möglicherweise verhindern kann. Da in der vergangenen Woche ein geringeres Volumen an den Märkten gehandelt wurde, wird erst die kommende Woche eine nähere Prognose über die zukünftige Richtung des Euros erlauben.

 

 

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