Wochenprognose für die Eurozone:

Potentieller Handelskrieg, schwache Konjunktur

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Der Kurs des Euro stieg zu Beginn der vergangenen Woche zuerst recht stark, sank allerdings nach der kurzen Rallye wieder auf das vorherige Niveau. Auch die Nachrichten und Ereignisse der kommenden Woche werden wohl nicht für einen kurzfristigen Kursanstieg des Euros sorgen.

Mögliche Eskalation des Handelskriegs zwischen den USA und der EU

Ein Grund für den Kursfall des Euro ist die Angst vor einer weiteren Eskalation des Handelskriegs zwischen den USA und der EU. Angesichts der ausbleibenden Fortschritte im Handelskonflikt mit China könnte US-Präsident Trump den Fokus auf Europa legen und neue Zölle auf Produkte aus der EU erheben. In Anbetracht des bereits aktuell geringen Wachstums, würde dies die finanzielle Stabilität der Eurozone weiter gefährden.

Konjunkturdaten aus Europa und den USA

In der kommenden Woche wird ein neugieriger Blick auf die Berichte zu den Verkäufen von neuen Häusern in den USA zu richten sein. Bei den Berichten im Oktober stimmte der Rückgang bei Hausverkäufen von 0,7% exakt mit den Prognosen überein. Es wird sich zeigen, ob auch diesmal die angepeilten Verkäufe von 0,707 Millionen erreicht werden und die dortige Konjunktur sich weiter robust zeigt.

Im europäischen Bereich stehen ebenfalls die Veröffentlichungen verschiedener Konjunkturdaten in dieser Woche an.  Für Deutschland ist dabei vor allem der neuestes ifo-Geschäftsindex für November interessant, der in den nächsten Tagen ansteht. Es wird abzuwarten sein, inwiefern das Geschäftsklima das Level der vergangenen Monate (Monatswert von 94,6 im Oktober) halten kann oder ob Unternehmen pessimistischer als in den Vormonaten eingestellt sind. Weiterhin mit Spannung betrachtet, werden die Arbeitslosenzahlen in Deutschland, die unverändert mit 7,5% prognostiziert werden. Sollte es hier zu einem unerwarteten Anstieg kommen, würde sich dies auf den Euro-Kurs auswirken. Allgemein liegt der Blick für Europa momentan auf dem Dienstleistungssektor, der die Konjunktur noch am Laufen hält. Falls sich der Abschwung aus dem Industriesektor auf den Dienstleistungsbereich überträgt, wäre ein weiterer Abschwung die Folge.

Entwicklung des Euro

Nach einer kurzen Rallye in Richtung 1,11 zum Wochenende hin, bricht der Euro am heutigen Montag erwartungsgemäß wieder ein. Im Verlauf der Woche ist mit einem anhaltenden Minustrend zu rechnen. Damit liegt der Kurs momentan unter dem gleitenden 100-Tagesdurchschnitt. Der Ausblick für die nähere Zukunft an den Märkten ist dabei eher negativ eingestellt. Aktuell scheint es, als ob der Kurs des Euro dauerhaft auf unter 1,10 sinken wird.

Sollte die Grenze unter 1,10 fallen und danach sieht es aktuell aus, scheint ein weiterer Abstieg zu 1,09 ebenfalls wahrscheinlich. Aktuell liegt der Hauptbereich für den Kurs liegt zwischen 1,0879 und 1,1179, während die Retracement-Zone dafür von 1,1029 bis 1,0994 wahrscheinlich ist.

Für den kurzfristigen Bereich gelten die Werte 1,0989 bis 1,1097 und dessen Retracement-Zone von 1,1043 bis 1,1030 gilt als nächstes unteres Ziel.

Negativtrend

Sollte der Kurs anhaltend unterhalb von 1,1049 bleiben, spricht dies für zahlreiche Verkäufe am Markt. Hierbei läge das nächste Ziel im 50%-Bereich bei 1,1043. Falls der Kurs noch niedriger als 1,1043 fällt, könnten Verkäufe den Kurs sogar in die Nähe des Haupt-50%-Bereichs bei 1,1029 bringen.

Positivtrend

Wenn sich der Euro-Kurs dauerhaft an den Märkten über 1,1049 bewegt, deutet dies auf ein generelles Kaufinteresse hin. Bei Erreichen dieser Werte für den Euro, ist auch eine kurzfristige Rallye bis hin zu 1,1081 möglich.

eurusd Wochenprognose

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